Internationale Entwicklungsstudien

Sina Sossna, BSC Studentin Internationale Entwicklungsstudien

SinaSina Sossna studiert seit einem Jahr Internationale Entwicklungsstudien an der Wageningen University. Für den Studiengang an der Wageningen University hat sie sich entschieden, nachdem sie im Internet nach Studiengängen gesucht hat, die sich mit entwicklungspolitischen Themen auseinandersetzen. So ist sie auf Wien und auf Wageningen gestoßen. Durch die Website und verschiedene Meinungen beschloss sie sich die Universität etwas näher auf dem Tag der offenen Tür anzuschauen.  Dieser begeisterte sie und ließ sie zu der Entscheidung kommen nach Wageningen zu gehen.

Daraufhin besuchte sie im Sommer den Sprachkurs an der Wageningen University und lernte dort in vier Wochen Niederländisch.
Beworben hat sie sich auf der Website der Universität und bekam danach sofort die Antwort, dass sie genommen wurde.
Schon während des Sprachkurses nahm sie das Wohnungsangebot der Universität wahr und bekam so ein Zimmer zugewiesen.

Ihre ersten Erfahrungen mit den Niederlanden waren sehr unterschiedlich. Zuerst dachte sie, dass sich die Niederlande und Deutschland sehr ähnlich seien, aber man merkte doch, dass es Unterschiede gibt, an die man sich erst gewöhnen muss. So essen die Niederländer zum Beispiel Mittags in der Mensa nur ein Brot und am Abend erst warm oder fahren auch sehr viel Fahrrad. Ansonsten wurde sie aber sehr freundlich aufgenommen und hat immer das niederländische Sprichwort „alles wird gut“ hören können.

Die Vorteile ihres Studiums in den Niederlanden sieht sie besonders darin, dass häufig in kleinen Arbeitsgruppen gearbeitet wird, was die Teamfähigkeit stärkt. Außerdem findet sie, dass die Auslandserfahrung und die Sprache sicher nicht schlecht für ihren Lebenslauf sein können.
Auch die vielen verschiedenen Kulturen in Wageningen findet sie toll. Ein anderer Vorteil ist natürlich auch, dass es diesen Studiengang gar nicht in Deutschland gibt und sie ihn in dieser Form nur in Wageningen gefunden hat.

Die Nachteile dagegen sieht sie zum Beispiel darin, dass es eventuell schwierig mit den Fachbegriffen sein könnte, wenn man nach Deutschland zurückkehrt, da diese alle nur auf Niederländisch oder Englisch beigebracht wurden. Was sie auch nachteilig findet, ist dass zum Beispiel von der Wohnungsbaugesellschaft, die für Studenten zuständig sind, Unterschiede zwischen Niederländern und Ausländern gemacht werden. So können ausländische Studenten zum Beispiel nur möblierte Zimmer mieten.

Deutschen Schulabgängern, die an dem Studiengang internationale Entwicklungsstudien interessiert sind, empfiehlt sie sich immer sehr gut im Voraus zu informieren und herauszufinden, welcher Studiengang passend ist. Also auch nie beim Fragenstellen über das Studium zu zögern. Wenn man das Studium beginnt, würde sie jedem raten, das erste Studienjahr, das vor allem aus vielen (eher trockenen) Basisfächern besteht, durchzuhalten. Erst nach dem ersten Jahr macht es dann richtig Spaß. Außerdem sollte man sich am Anfang auf jeden Fall sehr gut integrieren um die Sprache, die Kultur und das Land im Allgemeinen besser kennenzulernen.

Positiv an dem Studiengang findet sie, dass das Studium sehr breit gefächert ist und sowohl Themen aus der Soziologie, als auch aus der Kommunikation und der Ökonomie lehrt. Dabei werden auch immer sehr aktuelle politische Themen angesprochen.
Zudem sind die Dozenten sehr verständnisvoll und nehmen sich sehr viel Zeit. In Fächern wie Soziologie durften sogar Prüfungen auf Deutsch geschrieben werden. Das Lesen von theoretischen, englischen Texten ist jedoch manchmal sehr zeiteinnehmend und anstrengend.

Ob Sina in der Zukunft ihren Master direkt nach dem Bachelor machen wird, ist noch unsicher. Auf jeden Fall möchte sie später in einem Entwicklungsland arbeiten um das Gelernte anzuwenden. Dann möchte sie zurück nach Europa kommen und in einem Ministerium oder einer Organisation arbeiten.

Sina würde immer wieder den gleichen Weg gehen.




  
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