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22 Feb 2012
Rotterdamer und Amerikanische Virologen haben eine Untersuchung nach Vogelgrippe auf Anfrage der amerikanischen Regierung vorläufig stillgelegt. Diese befürchtete, dass Terroristen mit Forschungsergebnissen biologische Waffen herstellen könnten. Die Forscher hatten eine Art des Vogelgrippevirus H5N1 hergestellt, der möglicherweise von Mensch zu Mensch übertragbar ist und wollten die DNA-Reihenfolge davon publizieren.
Muss man derartige Information der Öffentlichkeit vorstellen? Schon, findet Prof. Just Vlak, Professor der Virologie an der Wageningen University, Teil der Wageningen UR:
‚Im Prinzip kann jemand anders so einen Virus auch herstellen.‘, sagt Vlak, ‚ Das ist keine besonders geheimnisvolle Untersuchung. Früher haben Virologen auch schon den Spanische-Grippevirus, der vor hundert Jahren eine Pandemie verursachte, nachgemacht und publiziert. Der Punkt ist, dass es nur einzelne Labore auf der Welt gibt, in denen man das tun könnte. Man muss viel Wissen haben um gezielt eine Mutation zu bekommen und man benötigt spezielle Geräte dafür. In einem speziellen Labor kann man dies in ein paar Monaten tun, in Wageningen haben wir dafür nicht die Erfahrung und die benötigte Ausrüstung. Nachmachen würde für uns Jahre dauern.‘
‚Ich würde die Untersuchung veröffentlichen und danach an Maßregeln, wie Impfstoffentwicklung, arbeiten. Die Mutation, die die Forscher hergestellt haben, könnte wahrscheinlich auch einmal in der Natur entstehen. Die Frage ist dann nur, ob sich der Virus unter dem natürlichen Selektionsdruck schnell verbreitet. Ich weiß nicht, ob die Forscher die Wahrscheinlichkeit einer Epidemie mit dem Virus berechnet haben. Das ist eine relativ wichtige Information. Die neue Mutante ist nach Meinung der Wissenschaftler sehr virulent, weswegen wir schon vorsichtig sein müssen. Ich glaube aber auch nicht an einen Informationsstop für diesen Virus. Man kann es aber auch nicht tausend Sachkundigen erzählen, weil dann das Wissen an einem bestimmten Moment auf der Straße liegt. 1973 wurde auch schon versucht die Entwicklung von genetischer Modifikation zu stoppen, die Wirklichkeit holt dich dann aber meistens ein.‘ Albert Sikkema
Der obige Artikel wurde im Original von der Redaktion der Resource, dem Magazin der Wageningen UR (University & Research Centre), verfasst. Mehr Informationen unter pers.communicatie@wur.nl oder durch die Redakteure der Resource, resource@wur.nl . Siehe auch www.resource.wur.nl.
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