Herzinfarkt bei Eltern prognostiziert Risiko für Kinder

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10 Jan 2012

Kinder, deren Eltern vor dem 70. Lebensjahr ein Herzinfarkt hatten, haben ein erhöhtes Risiko auf kardiovaskuläre Erkrankungen. Dies wurde von Ineke van Dis (Mitarbeiterin der niederländischen Herzstiftung und Forscherin in dem Bereich der Humanen Ernährung an der Wageningen UR) und RIVM entdeckt, durch eine große Anzahl von Probanden nach einer medizinischen Untersuchung über 10 Jahre zu folgen.

Van Dis machte Gebrauch von der MORGEN-Studie, die zwischen 1993 und 1997 durch RIVM durchgeführt wurde. Mehr als 23.000 Menschen gaben hierfür Blut ab, machten Angaben über ihre Lebensweise und medizinische Familiengeschichte. In dieser Gruppe waren zehntausend Menschen zwischen 40 und 65 Jahren. Van Dis beobachtete in den darauffolgenden zehn Jahren, wie viele von ihnen ins Krankenhaus eingeliefert wurden oder an Herzerkrankungen starben.

Die Pechvögel
7,8 Prozent der Probanden ohne Herzinfarkte in ihrer Familiengeschichte entwickelten eine Herz-Kreislauferkrankung. Bei Probanden mit einem betroffenem Vater oder einer betroffenen Mutter entwickelten 9,8 beziehungsweise 10,7 Prozent eine Herz-Kreislauferkrankung. Die Pechvögel mit zwei betroffenen oder verstorbenen Eltern hatten eine Chance von 12,0 Prozent. Zudem galt: Je jünger die Eltern einen Herzinfarkt erlitten, desto größer das Krankheitsrisiko für die Kinder. Mehr Forschung ist notwendig, um zu klären, ob dieser Zusammenhang durch Gene oder den Lebensstil oder sogar einer Kombination der beiden Faktoren verursacht wurde.

Darüber hinaus untersuchte Van Dis, ob Informationen über die Familiengeschichte von Herzinfarkten, zusätzlich zu Informationen über andere Risikofaktoren, dabei helfen konnten, das Risiko von Herz-Kreislauferkrankung besser zu prognostizieren. Dies schien nicht der Fall zu sein, falls Informationen über Cholesterin, Rauchen und Bluthochdruck bekannt waren.

Der Zweck der Forschung war die Gestaltung eines besseren Risiko-Diagramms, das von Ärzten gebraucht wird, um festzustellen, wer berechtigt ist für eine vorbeugende Lebensstil-Beratung und vorbeugende Medikamente.


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