Einschränkungen von Getreideexporten erhöhen das Risiko von Hungersnöten in Afrika

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14 Nov 2011

Wenn Länder, als Reaktion auf enttäuschende Weizenernte, ein Exportverbot ankündigen, könnte afrikanischen Ländern wie Tansania besonders hart getroffen werden, da solche Verbote internationalen Weizenpreise tatsächlich nach oben schrauben. Dies ist das Ergebnis von LEI, ein Teil der Wageningen UR, in einem Anfang November veröffentlichten Bericht erstellt.

Als die Nahrungspreise in 2007 und 2008 hoch waren, führten eine Reihe von Ländern Handelsbeschränkungen ein. Vor kurzem reagierten einige Länder, darunter Russland und die Ukraine, auf die gescheiterten inländischen Getreideernten mit einem Exportverbot. In dem Report („Sit down at the ballgame; How export barriers make the world less food secure”) folgern LEI Forscher, dass diese Art von Maßnahmen negative Auswirkungen auf die Nahrungssicherheit hat.

Niedrige Preise, aber höhere Kosten
Die Situationen in Tansania und Kenia dienten als Beispiel. Diese Länder haben ebenfalls Exportverbote für Getreide eingeführt. Obwohl dies zu niedrigeren Preisen auf dem heimischen Markt führte, führte es auch zu höheren Kosten. Bauern erhielten weniger für ihre Ernte, und die Bauern, die in der Lage waren, einen Überschuss zu produzieren, verloren den Zugang zu einem profitablen ausländischen Markt. Händler verloren einen lukrativen ausländischen Markt sowie Investitionen und Kontakte. Diese Politik führte auch zum Wachstum des illegalen Handels.
 
Senkung von Importzöllen ist zu teuer
Wenn die Getreidepreise steigen, kann ein Land auch durch die Reduzierung von Importzöllen reagieren. Obwohl diese Politik die Ernährungssicherheit in dem betreffenden Land verbessert, ist es eine kostspielige Angelegenheit durch den Verlust von Steuereinnahmen. Aus diesem Grund ist diese Maßnahme zu teuer für die ärmsten Weizen-Importländer. Sie benötigen Unterstützung, um alternative Quellen von Staatseinnahmen zu finden. Es könnte sich sonst als schwierig erweisen, um den Grundbedürfnissen ihrer Bewohner gerecht zu werden.

Koordinierte Maßnahmen  erforderlich
Handelspolitischen Maßnahmen können bildlich verglichen werden mit einer Sportveranstaltung. Wenn eine Person aufsteht, hat er oder sie eine bessere Sicht, aber diese Aktion fordert andere zum Aufstehen. Um sicherzustellen, dass jeder 'sitzen bleibt während des Spiels‘, ist eine gemeinsame, koordinierte Anstrengungen durch die World Trade Organization (WTO) erforderlich.

Weniger scharfe Preiserhöhungen durch Liberalisierung
In einem liberalisierten Welt, in der alle Einfuhrzölle und Exportbeschränkungen für Weizen aufgehoben worden sind, werden Weizenpreise nach einem Rückgang in Weizenerträge weniger stark steigen und das Wohlergehen in der Welt wird höher sein. Eine weitere Liberalisierung in zukünftigen Doha-Runden könnte daher zu einer Verringerung der Preisgipfel führen.

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