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11 Jan 2011
Dies schlussfolgerten Wissenschaftler der Wageningen University, die mit der Regierung und Betrieben untersuchen, ob die Zucht von Insekten an einer nachhaltigeren Eiweißproduktion beiträgt. Insektenfleisch kann so eine Alternative zu üblichem Fleisch bieten.
Die weltweite Viehzucht ist für einen großen Teil der Produktion von Treibhausgasen verantwortlich. Um die Nachhaltigkeit von Insektenfleisch beurteilen zu können, haben die Wissenschaftler der Wageningen University die Produktion von Treibhausgasen von bestimmten essbaren Insektensorten gemessen. Die Ergebnisse der Untersuchung wurden in der renommierten online Zeitschrift PLoS ONE am 29. Dezember veröffentlicht.
Die Wissenschaftler haben zuerst gemessen, wie viel Treibhausgase Insekten pro Kilogramm Produkt produzieren. Hierbei ging es vor allem um Methan (CH4) und Lachgas (N2O). Die Ergebnisse zeigten, dass Insekten wesentlich weniger Treibhausgase ausstoßen als konventionelle Produktionstiere, wie Rinder und Schweine. So produziert ein Schwein zehn bis hundert Mal mehr Treibhausgase pro Kilogramm Wachstum als zum Beispiel Mehlwürmer. Auch der Ammoniakausstoß (Ursache von Versäuerung und Eutrophierung von Grundwasser), scheint deutlich geringer zu sein. Ein Schwein stößt acht bis zwölf Mal mehr Ammoniak pro Kilogramm Wachstum als Grillen und bis fünfzig Mal so viel als Grashüpfer. Ein anderer Vorteil von Insekten im Gegensatz zu Säugetieren ist, dass sie ihre Nahrung schneller in Fleisch umsetzen.
Alternative Die Untersuchung zeigt, dass von Insekten stammende Eiweiße eigentlich eine umweltfreundliche Alternative zu Fleisch bieten, das von herkömmlichen Produktionstieren stammt. Weitere Forschung ist jedoch nötig um herauszufinden, ob die Produktion von einem Kilo Insekteneiweiß auch umweltfreundlicher ist als konventionelle tierische Eiweiße, wenn gesamte Produktionsketten untersucht werden.
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